Liebe Gäste!
Häufig werden von Ihnen Fragen zum Unternehmen „Dachstuhl“ gestellt. Wie fing alles an, oder woher kam die Idee usw., und mein Personal ist auch immer bestrebt, diese Ihnen präzise und genau zu beantworten. Doch glauben Sie mir, meine Kellnerinnen wissen nicht alles...
An dieser Stelle erfahren Sie nun die ganze Wahrheit...
Mein Name ist Sascha Busse. Ich stamme ursprünglich aus Berlin, doch zwang mich das „Abenteuer Dachstuhl“ dazu, die Großstadt zu verlassen. Im Jahr 1996 war ich auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück mit Gebäude, welches sich für den Ausbau zu einem Speiselokal eignet. Ich hatte klare Vorstellungen, war jung und gesund und ausgestattet mit einer überschaubaren Portion Mut zum Risiko. An der Bundesstraße 246 zwischen Prieros und Storkow im Landkreis Dahme Spreewald ruhte der Ort Klein Eichholz. Die einzige Bewegung in diesem Ort war der Verkehr vieler Autos, welche ihn aber nur passierten, weniger beachteten. Selbst für den kleinen Dorfkonsum waren die Tage längst gezählt. Er schloss zwei Jahre zuvor und blickte nur noch traurig drein, ergraut vom Staub der Straße aber auch von Alter und Vernachlässigung. Und genau diese ehemalige Stätte der Begegnung, dieser ehemalige Platz der Zusammenkunft, dieser frühere Ort der neuesten Nachrichten und Klatschgeschichten sollte nunmehr seine Renaissance erleben. Schnell sprach sich die Neuigkeit in den anliegenden Orten herum, zog Schaulustige und Skeptiker an, aber auch wirkliche Ratgeber und jede Menge Vertreter verschiedener Zünfte. Durch neuen Lack kam neuer Glanz. Der alte Dorfkonsum trug plötzlich ein Lächeln im Gesicht und strahlte von Kopf bis Fuß dem ihn noch kürzlich ignorierenden Umfeld entgegen. Im September 1997 breitete er offen seine neuen Arme aus und lud ein, zum Essen und Trinken, zum Tanzen und Singen, aber auch wieder zum Austausch von Nachricht und Klatsch. Das Knoblauchrestaurant „Dachstuhl“ in Klein Eichholz war eröffnet!
Doch war dies nur die Kür! Die Pflicht begann nun jeden Tag neu. Das Restaurant Dachstuhl erfreute sich der regen Beliebtheit aller. Es kamen die Bewohner von Klein Eichholz und die der umliegenden Dörfer. Es kamen Berliner und deutsche Urlauber, und manchmal konnte ich mich sogar über internationale Gäste freuen. Doch ist der Schlüssel zum Erfolg nicht nur der Knoblauch, welcher natürlich stark mein Konzept prägte. Es gibt viele wichtige Details, welche am Ende die Gesamtheit bilden und über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. In der Folge der Zeit gab es viele Nachahmer, welche dieses Grundprinzip nicht durchschauten. Meine fast weltweit beliebte Knoblauchsuppe wurde plötzlich auch in dem am nächsten gelegenen Landgasthof angeboten. Auch andere Speisen fand ich dort eins zu eins wieder. Die ganze Sache gipfelte im Jahr 2005, als meine komplette Speisekarte als Kopie bei einer Neueröffnung unweit von Klein Eichholz auftrat. Doch will ich mich hier nun nicht verlieren, liebe Gäste. Diese ganzen Versuche der Konkurrenz, so sehr sie mich auch ärgerten, führten nicht dazu, dass mein Publikum nun zwischen all den vielen Knoblauchanbietern herumirrte. Im Gegenteil! Die wirtschaftliche Entwicklung ließ plötzlich neue Entwicklungsmöglichkeiten zu. Warum keinen zweiten „Dachstuhl“ bauen?